Archiv der Kategorie: Unsinn

Margot will tanzen

Quelle: TheCosbinator

Tatsächlich suchen wir doch immer die Lücken in dieser Welt, um sie mit unserer Vorstellungskraft auszufüllen. Selbst in die feinsten Haarrisse gießen wir die Idee hinein, wie wir das, was wir nicht wissen, gerne hätten. So sitzt jeder von uns in seinem eigenen bisschen Welt – diesem bunten Patchwork aus dem was ist, wenn denn was ist, und dem, was er sich vorstellt. Eigentlich ist es so wie mit Frau Schmidt, der Frau von Gegenüber.

„Guten Morgen Frau Schmidt“

Guten Morgen Herr Amaot“

„Wollen sie mich heiraten?“

„Heute nicht, heute ist es mir ein bisschen lästig“

„Dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag, Frau Schmidt“

„Ich ihnen auch, Herr Amaot. Und fragen sie doch beizeiten noch einmal nach, vielleicht passt es da besser“

Mehr sprachen wir selten bei unseren Treffen im Hausflur. Dabei hatte Frau Schmidt ein sehr aufgeräumtes Gesicht und war von einer recht ordentlichen Schönheit. Ich ging immer davon aus, dass sie ihre Topfpflanzen pünktlich gießen würde.

Doch dann traf ich sie eines Nachts in einer Eckkneipe. Margot will tanzen weiterlesen

Besingel dich selber

Du hast den Buddenbatz gegumpft. Sein Poller gesummselt. Die Hippenbollen haben´s gesorkt. Haben´s mir gespünt, wie ihr hompelnd seid. Nimm´s Hunselforzel und stromm dir, du Habistel. Dein Kodelflantsch hab ich schon gespastelt. Vor der mulligen Garitzek hast´s bespöhnert. Nur mein Poller wollst summseln. Immer ommelinen wollst sein. Ich war ommelinen. Auch als die Herbingerin mit die Bollen geplunktelt hat. Mein Zurzel wollt se munsen. Aber ich war ommelinen. Hab ihr sponnert, nur dich würd ich maniposen. Nur dich. Jetzt hast den Buddenbazt gegumpft. Granitsch dich. Brallenkuckel. Berindel dich zum Buddenbatz. Kannst seinen Poller weiter summseln. Ich besingel dich nicht mehr.

Der Gedanke, die Blondine, ein Lachsack und ich

Der Gedanke entfiel mir und brummte wie eine Hummel knapp über dem Fußboden Richtung Tür. „He, Augenblick. Du da, Gedanke, ich brauch Dich noch. Einfach abhauen ist nicht!“ Im nächsten Moment hatte sich der Gedanke in einen kleinen sabbernden Hund verwandelt, der schwanzwedelnd vor mir auf und ab hüpfte: „Spielen? Spielen? Ja? Ja? Ja? Du willst mit mir spielen? Au fein! Fein! Fein! Spielen! Spielen! Spielen!“ „Nein, ich dachte eher an arbeiten! Spielen können wir ein anderes Mal. Jetzt arbeiten wir, so wie es erwachsene Menschen tun!“ Eine langbeinige Blondine setzte sich mit einer lasziven Bewegung rittlings auf meinen Schoß und strich ihre wallende Mähne nach hinten: „Stören Dich nicht meine langen blonden Haare?“ Dunkel. Sie hatte mich zwischen ihre riesigen Brüste gepresst. „Ähm, stören…ähm, nein….doch…ähm, stören nicht direkt…aber…ähm… ich meine, ein anderes Arbeiten, so richtig arbeiten halt.“ Der Gedanke, die Blondine, ein Lachsack und ich weiterlesen

Worte an der Fiskalklippe

Sündenbocksprünge am Falafelstand. Der Gyros des Herzens schreit wie am Spieß. Im Matchboxauto über die Dächer von Pizza. Ja, auf diesem heißen Blechdach lief schon die Matratzenkatze vom Wolfgangsee. Die weißen Rössel tänzeln den Stringtango. Wo ist der Limes gegen Unendlich, wenn man ihn braucht? Die liegende Habacht im Stellungskrieg? Je Geschlechter desto besser. Mäh, Mäh, Mäh, die kleine Plauze Nimmersatt mag kein Blatt. Mäh, Mäh mäander Koriander durch die Nacht. Gurke.

Denkt mal drüber nach!

Mein Spiegelbild das Arschloch

Es war an einem Dienstag. Ich hatte Kopfschmerzen, kam früher nach Hause und wollte zeitig ins Bett. An diesem Dienstag begegnete ich meinem Spiegelbild außerhalb des Spiegels. Sollte mein Spiegelbild ebenso überrascht gewesen sein wie ich, wusste es seine Überraschung zu verbergen. Ich meine, die Situation war absurd. Man kommt nach Hause und findet sein Spiegelbild vor, wie es im Kleiderschrank kramt und Sachen in eine Tasche packt.

Ich wusste sofort, dass es sich um mein Spiegelbild handeln musste. Man erkennt sein Spiegelbild, wenn man es sieht. Es sieht aus wie man selbst, aber es fühlt sich nicht so an. So brachte ich auch nicht mehr hervor als „Hallo, was machst du da?“. Mein Spiegelbild das Arschloch weiterlesen